Monika von Söhnen

Auf einen Blick: Monika von Söhnen, Grefrath, Dipl. Sozialarbeiterin,
seit 2024 berentet, Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende Tafel Grefrath, Mitglied der interkulturellen Initiative „Kochen über den Tellerrand“,  Vorstandsmitglied Ernährungsrat Kreis Viersen, Bundesverdienstkreuz 2025

Politisches Engagement: Ratsmitglied und Co-Fraktionsvorsitzende seit 2020, sachkundige Bürgerin Kreis Viersen seit 2025

Auschüsse: Haupt- und Finanzausschuss (HUF), Sport, Kultur, Soziales und Ehrenamt (SKSE), Schule, Kinder, Jugend (SKJ)

Aufsichtsräte: stellvertretendes Mitglied Gemeindewerke Grefrath und für beide kommunalen GmbHs des Eisstadions

Städte- und Gemeindeverbund NRW (StGB): Mitglied im Hauptausschuss sowie im Fachausschuss für Schule, Kultur und Sport

Warum engagierst du dich kommunalpolitisch?

Ich bin nicht der Typ, der nur zuschaut. Ich engagiere mich ehrenamtlich, auch politisch. Dennoch habe ich lange darüber nachgedacht, ob ich mich dem Regelwerk einer Partei oder der kommunalpolitischen Arbeit aussetzen möchte. Mittlerweile weiß ich jedoch, dass es sich lohnt, sich gerade kommunalpolitisch einzubringen und auch um Verbesserungen zu kämpfen. Wie könnte man besser hinter die Kulissen blicken und verstehen, wie eine Kommune sich organisiert, mit all ihren Möglichkeiten und Hindernissen und mitgestalten?

Welche Themen liegen dir besonders am Herzen?

Zusammenhalt, Vielfalt, soziale Gerechtigkeit, Inklusion, der Einsatz für unsere Demokratie, Ernährungsbildung, Erinnerungskultur und die Aufmerksamkeit für Klimaschutz und Ökologie als Querschnittsthema, das in keinem Bereich vernachlässigt werden sollte. Die Unterstützung ehrenamtlichen Engagements ist von großer Bedeutung. Denn die Kommune kann nicht alles alleine stemmen. Vereine und Initiativen übernehmen mit ihrem Engagement unersetzliche Aufgaben. Bürgerinnen und Bürger schaffen mit ihren Netzwerken und vielfältigen Angeboten in den Bereichen Freizeit, Sport und soziale Sicherheit ein wesentliches Segment in allen wichtigen Lebensbereichen.

Was möchtest du konkret in Grefrath verändern oder verbessern?

Mit den Grünen strebe ich nach einem gleichberechtigten Raum für alle Verkehrsteilnehmer. Das beinhaltet Fahrradstraßen, sichere Straßenübergänge, mehr Platz für Menschen statt parkender Autos, eine höhere Aufenthaltsqualität und verbesserte ÖPNV-Verbindungen.

Mir ist es wichtig, dass die Einwohnerschaft, Politik und Verwaltung verstehen, wie sehr unsere Natur, sauberes Wasser, das Überleben von Pflanzen und Tierarten sowie gesunde Lebensmittel durch die zunehmende menschengemachte Klimakrise akut gefährdet sind. Wir können und müssen entschlossene Maßnahmen ergreifen, um dem entgegenzuwirken – sowohl im persönlichen Umfeld als auch auf politischer Ebene. Davon hängt die Zukunft von uns allen ab.

Es ist mir ein besonderes Anliegen, die Erinnerungskultur lebendig zu halten und besonders behinderte, geflüchtete und queere Menschen sowie unsere Demokratie vor neofaschistischen und rassistischen Tendenzen zu schützen. Wir müssen lernen, laut für unsere Demokratie einzutreten.

Kulturförderung verdient in Grefrath mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Was macht Grefrath für dich besonders lebenswert?

Die Natur ringsum, die erstaunlich vielfältigen kulturellen Angebote in Grefrath und Umgebung sowie die großartige Zivilgesellschaft, die vernetzt wirkt und unser Lebensumfeld bereichert.

Was machst du, wenn du gerade nicht politisch aktiv bist?

Ich pflege im Sommer ein Gärtchen im Freilichtmuseum und meinen Balkon als natürlich gestalteten erweiterten Wohnraum.
Ich lese gerne, bin sportlich aktiv, liebe Musik und Kunst und entdecke immer wieder Themen, bei denen ich noch dazulernen kann.